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2017-01-18

Anleitung zum Bemalen der Bausätze

Mit wenigen Schritten zum perfekten Modell

Die besten Freunde des Malers

Die besten Freunde des Malers

Das Bemalen unserer Bausätze ist keine große Hexerei. Hier finden Sie ein paar Tipps, wie Sie zu einem einzigartigen Modell kommen.

Das Material

Für die ideale Bemalung bieten sich Acrylfarben an. Diese lassen sich leicht verarbeiten und versiegeln die Oberfläche, so dass der Karton auch einen Schutz vor Schmutz und Feuchtigkeit erfährt.

Die Farben werden in Studio- und Künstlerqualität angeboten. Für unsere Zwecke sind die billigeren Studiofarben sogar besser geeignet, da sie matter auftrocknen und so realistischer wirken. Sie haben zwar einen niedrigeren Pigmentanteil und einen höheren Anteil an Füllstoffen. Da reine und satte  Farben in der Architektur eher selten sind, kann dieser Nachteil getrost vernachlässigt werden.

Der Anstrich

Grundsätzlich sind immer zwei Anstriche notwendig. Der Grundanstrich erfolgt bereits in der vorgesehenen Farbe und kann dann nach erfolgter Trocknung auf seine Stimmigkeit beurteilt werden. Der zweite Anstrich kann nun im Farbton korrigiert werden.

In der Regel reichen zwei Anstriche für eine gleichmäßige Färbung. Je nach Geschick kann der zweite Anstrich freilich malerisch erfolgen: Das heißt: Tragen Sie unterschiedliche Nuancen nebeneinander oder verwischt auf. Dadurch werden Fassaden, Böden, Dächer lebendiger und realistischer und schlagen Plastikbausätze um Welten.

Obwohl die meisten Teile flach sind, sind sie dennoch dreidimensionale Objekte, das heißt: Auch Innen- und Außenkanten wollen Farbe tragen.

Die Konsistenz

Egal welche Farben man verwendet, der Anstrich sollte niemals pastos erfolgen. Verdünnen Sie die Farbe mit Wasser zu einer lackartigen Konsistenz. Dadurch bleiben die Strukturen erhalten. Im Gegenzug lassen sich im Bedarfsfall mit pastoser Farbe etwaige kleine  Lücken "verspachteln".

Farbkuchen

Achten Sie darauf, dass beim Anstrich keine "Farbkuchen" entstehen, also Ansammlungen von Farbe, wie sie gerne an Ecken und Kanten entstehen. Man kann dies leicht durch Nachwischen mit dem schon fast trockenen Pinsel verhindern.

Geplante Bemalung während des Zusammenbaus

Bei vielen Teilen ist es einfacher, diese noch am Set zu bemalen und nach dem Trennen noch etwas nachzukorrigieren. Andere Teile, wie etwa Dächer, werden besser zuerst zusammengebaut und dann bemalt. Bei den Fassaden kommt es oft darauf an, ob Sie diese einfarbig oder mehrfarbig gestalten wollen.

Denken Sie immer daran, dass gleiche Färbung besser im zusammengebauten und unterschiedliche Färbung besser im getrennten Zustand erfolgt. Das Bemalen fertig gebauter Modelle ist jedenfalls schwieriger und erfordert dann auch eine sehr ruhige Hand.

Die Palette

Reine Farben ergeben keine realistischen Farbtöne. Wir gehen daher am besten von einer Palette aus, die aus bereits abgetönten Farbtönen besteht und das Mischen erheblich erleichtert.

Englischrot

Diese Farbe eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für alle Arten roter Dächer und Ziegel. Das ist kein Zufall, schließlich sind mit Eisenoxyde die selben chemischen Bausteine für den Farbton verantwortlich. Rein aufgetragen oder mit etwas Weiß vermischt entspricht es einem frisch gedecktem Dach. Mit Schwarz und Weiß vermischt, mit Grün gebrochen oder Umbra durchsetzt erhalten wir alle möglichen Witterungszustände.

Siena oder Lichter Ocker

Diese schönen Erdfarben kann man im architektonischen Kontext getrost als Gelb bezeichnen und sind somit oft Ausgangspunkt für diverse Fassadenanstriche. Mit Englischrot, Umbra, Weiß und Schwarz auch für alle Brauntöne zu haben.

Umbra

Architektonische Farben sind schmutzige Farben und Umbra ist die Farbe, die Schmutz ins Spiel bringt. Auch für das Patinieren sollte niemals reines Schwarz sondern eher abgedunkeltes Umbra für den authentischen Dreck sorgen.

Indigoblau

Blau ist ja eher die Ausnahme in der alten Architektur und wenn es doch vorkommt, dann selten in reiner Form. Indigoblau ist ein schon stark abgetöntes Blau, will man es reiner, kommt auch Preußischblau in Frage, das jedoch schnell und gerne sehr dominant wird. (Vorsichtig beimischen!)

Blattgrün

In der späteren Gründerzeit und im Jugendstil wurde gerne Grün als Lackierung verwendet, es kann daher nicht schaden, ein dunkles nicht allzu kräftiges Grün in der Palette zu haben, auch wenn man es freilich mit Sienna und Indigo mischen könnte.

Schwarz und Weiß

... sind keine Farben..., ist jeweils das selbe nur entgegengesetzt... Wozu philosophieren, alles was Farbe ist und aus der Tube kommt, ist auch Farbe. Weiß wird wohl bei fast allen Farbmischungen vorhanden sein. Schwarz braucht man für dunkle Töne und auch das gleichzeitige Vorhandensein dieser Kontrahenten ist kein Paradoxon sondern vielmehr notwendig, um den Farbtönen eine unrealistische Sättigung auszutreiben.

imb

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